Gesundheitliche Wirkung sekundärer Pflanzenstoffe

Was Pflanzen uns zu bieten haben

 

Die sogenannten «sekundären Pflanzenstoffe» (Phytamine) sind für den Menschen von grosser Bedeutung. Gewisse dieser Substanzen haben in der Medizin längst «Karriere gemacht», andere wiederum werden gerade erst entdeckt. Und darunter gibt es zahlreiche Stoffgruppen, die für die Gesundheitsvorsorge vielleicht wichtiger sind denn je.

 

Phytamine sind chemische Verbindungen, die die Pflanzen nicht direkt zum Überleben brauchen. Sie werden eigens in dafür zuständigen Zelltypen produziert, unabhängig von ihrem eigentlichen Energiestoffwechsel. Aber von was für Substanzen sprechen wir hier und was erfüllen sie für einen Zweck? Lassen Sie uns einen kleinen Ausflug in die Naturwissenschaft unternehmen und deren jüngste Entdeckungen aus der Perspektive der Gesundheitsvorsorge und Krankheitsbehandlung betrachten.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Wissenschaft & Philosophie

 

Sekundäre Pflanzenstoffe dienen der Pflanze insbesondere als Schutz vor Fressfeinden, Krankheitserregern und Schädlingen; durch deren Duft- und Farbstoffe werden zudem Insekten und samenverbreitende «Früchtefresser» angelockt, die den Arterhalt sichern. Lange Zeit ging man fälschlicherweise davon aus, dass die sekundären Pflanzenstoffe für die Gesundheit des Menschen unerheblich sind. So sind selbst heute noch nicht alle Rätsel der Natur von der Wissenschaft entschlüsselt und dass man bei gewissen Verbindungen weiterhin am rätseln ist, was letztendlich die spezifische Wirkung hervorruft, macht die ganze Sache umso spannender. Denn isolierte Einzel-(Wirk-)Stoffe können es häufig nicht mit den Original-Verbindungen aufnehmen. Mit philosophischen Worten ausgedrückt: Das Ganze ist halt mehr, als nur die Summe seiner Teile.

«Die Menge macht das Gift»

 

Bisher wurden weltweit etwa 100'000 sekundäre Pflanzenstoffe identifiziert und untersucht, wobei es hier noch ein immenses Forschungspotential gibt. In der menschlichen Ernährung finden sich gerade einmal ungefähr 5'000 bis 10'000 dieser Stoffe (gem. Dr. oec. troph. Bernhard Watzl, Max Rubner-Institut in Karlsruhe, Experte im Bereich «Sekundäre Pflanzenstoffe»). Häufig sind sekundäre Pflanzenstoffe giftig, aber viele dieser Gifte können wir uns, richtig dosiert, in der Medizin zu Nutze machen. Unter diese fallen zum Beispiel die Alkaloide und Glykoside, welche sich in der Schulmedizin aufgrund ihrer erwiesenen Wirksamkeit längst etabliert haben. Da wären zum Beispiel die Alkaloide des Schlafmohns, welche als Opiate unter das Betäubungsmittelgesetz fallen: Morphin in der Schmerzbehandlung und Codein als Hustenblocker sind bekannte Zeitgenossen. Bei den Glykosiden kennt man vor allem die «Herz-Glykoside» aus dem Fingerhut (Digitalis), welche die Schlagkraft des Herzens steigern.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe für die Gesundheit

 

Neben den giftigen gibt es eine riesige Bandbreite an gesundheitsfördernden, sekundären Pflanzenstoffen, von welchen noch längst nicht alle Auswirkungen auf unsere Gesundheit erforscht sind. Weshalb sie zunehmends an Bedeutung gewinnen wird klar, wenn wir ihre bisher bekannten, vielfältigen positiven Eigenschaften genauer unter die Lupe nehmen. Hier eine Auswahl der wichtigsten aus der Ernährung:

Sekundäre Pflanzenstoffe

Wie sagte schon Hippokrates, berühmtester Arzt der Antike, so schön: «Eure Nahrung soll Eure Medizin sein und Eure Medizin soll Eure Nahrung sein.»...

copyright by astreaApotheke / Tanja Bärtschiger

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Tipp:

Durch das Kochen von Gemüse werden viele wichtige Nährstoffe, v. a. aber die wasserlöslichen Vitamine zerstört. Weichen Sie also regelmässig auf Rohkost aus und / oder dämpfen Sie das Gemüse, anstatt es zu kochen.

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