Allergene & Nahrungsmittelintoleranzen

In der Schweiz gilt seit 2002 eine strikte Gesetzgebung bei der Deklaration von Allergenen in Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Auch bei Produkten mit zusammengesetzten Zutaten und Zusatzstoffen müssen enthaltene Allergene - auch wenn sie nur spurenweise vorkommen - entsprechend ausgewiesen werden.

 

Wenn also auf der Verpackung der Satz steht "Kann Spuren von .... enthalten", gilt das auch für während der Herstellung unbeabsichtigte "Verunreinigen" mit Allergenen, z. B. in Getreidemühlen, wo standardmässig auch Weizen, Roggen usw. verarbeitet wird und nicht nur von Natur aus glutenfreier Mais.

 

Diese Bezeichnung muss auf der Verpackung immer dann angebracht werden, sobald das Endprodukt über 1 g des allergieauslösenden Stoffes pro kg Lebensmittel enthält.

 

Als deklarationspflichtig gelten diejenigen Allergene, die häufig Auslöser von Unverträglichkeitsreaktionen sind oder bei Betroffenen  schwere allergische Reaktionen hervorrufen können.

 

Diese sind namentlich:

Ist auf dem Produkt keine entsprechende Angabe gemacht, kann also davon ausgegangen werden, dass die genannten Stoffe nicht darin enthalten sind.

Allergie oder Intoleranz?

 

Beides sind Lebensmittelunverträglichkeiten, wirken sich jedoch unterschiedlich auf den Körper aus.

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überschiessend auf normalerweise harmlose Nahrungsmittel (oder ihre Bestandteile), wohingegen bei der Intoleranz das Immunsystem nicht beteiligt ist.

Im Falle einer Intoleranz entstehen die Beschwerden aufgrund eines Mangels an Enzymen, die benötigt werden, um dieses Nahrungsmittel zu verstoffwechseln.

 

Es gibt heute verschiedene Tests, mit denen Allergien und Unverträglichkeiten ausfindig gemacht bzw. nachgewiesen werden können (sogenannte "Provokationstests" oder Blutuntersuch bei einem Allergologen).

 

Zum Abschluss noch ein kleines Zitat aus Wikipedia:

 

Einige Forscher führen den beobachteten Anstieg allergischer Erkrankungen in westlichen Industrieländern auf die sogenannte „Dreck- und Urwaldhypothese“ zurück. Diese geht von einer mangelnden Aktivierung („Unterforderung“) des Immunsystems – vor allem in der Kindheit und frühen Jugend – durch übertriebene Hygienemaßnahmen aus. Es wird vermutet, dass der Kontakt mit bestimmten Bakterien insbesondere in den ersten Lebensmonaten wichtig ist, um das Immunsystem, das während der Schwangerschaft eher Th2-lastig ist, wieder in Richtung einer Th1-Antwort zu lenken, die weniger mit allergischen Reaktionen assoziiert ist. Eine prominente Studie zum Thema ist die ALEX-Studie.

 

 

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